Farbtyp Sommer: kühle, gedämpfte Nuancen der Sommerpalette
Beachte das feine Zusammenspiel dieser kühlen Nuancen... Illustration, mit KI erstellt.

Farbtyp Sommer: Merkmale, Farbpalette und die 3 Untertypen

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Der Farbtyp Sommer ist ein kühler, heller bis mittlerer und gedämpfter Farbtyp mit bläulich-rosigem Hautunterton. Ihm stehen Soft Navy, Taubengrau, Altrosa, Lavendel, Eisblau und kühles Beere; Orange, Gold, warme Erdtöne und Reinschwarz am Gesicht lassen den Teint fahl wirken. Es gibt drei Untertypen: Light Summer, Cool Summer und Soft Summer.

Woran erkenne ich den Farbtyp Sommer? Merkmale von Haut, Haar und Augen

Den Sommertyp erkennst du an vier Dingen: einem kühlen, rosigen oder bläulichen Hautunterton, aschigem Haar ohne Gold- oder Rotschimmer, sanften grauen, blauen oder gedämpft grünen Augen und einem niedrigen bis mittleren Kontrast zwischen Haut, Haar und Augen. Nichts an ihm ist grell – alles wirkt weich, kühl und wie mit einem Hauch Grau überzogen.

Anders als der Name vermuten lässt, ist der Sommertyp in der Farbanalyse ein durch und durch kühler Typ. Der Name meint die Farbwelt eines diesigen, pudrigen Sommertages – nicht die Wärme der Sonne. In der Farbanalyse wird jeder Farbtyp über drei Dimensionen beschrieben, die aus dem Munsell-Farbsystem stammen: Temperatur, Helligkeit und Sättigung. Beim Sommer lauten die Werte: kühl, hell bis mittel und gedämpft.

  • Haut: kühler Unterton – rosig, rosé-beige, neutral-kühl, selten ein kühles Oliv. Oft feinporig und hell („Porzellanhaut“), Äderchen schimmern bläulich durch. Die Haut rötet in der Sonne schnell und bräunt eher aschig als golden. Sommersprossen erscheinen graubraun statt goldbraun.
  • Haar: aschig – von Silber- und Hellblond über Aschblond und Dunkelblond bis zu kühlem Mittel- oder Dunkelbraun. Kein Gold-, Kupfer- oder Rotschimmer, kaum natürliche warme Reflexe. Rothaarige sind praktisch nie Sommertypen.
  • Augen: grau, graublau, blau, graugrün, gedämpftes Grün oder ein weiches Haselnussbraun. Die Iris wirkt sanft und „verrauscht“, nicht funkelnd oder tiefschwarz.
  • Kontrast: niedrig bis mittel. Haut, Haar und Augen liegen tonal nah beieinander – deshalb wirken harte Kontraste wie Schwarz-Weiß am Sommertyp schnell hart.

Warum ist das so? Der Hautunterton entsteht aus dem Zusammenspiel von Melanin (Braun), Hämoglobin (Rot bis Bläulich) und Karotin (Gelb). Beim kühlen Typ überwiegt der bläulich-rosige Anteil. Wichtig: Der Unterton hat nichts mit der Hauttiefe zu tun – auch sehr helle Haut kann warm sein, und auch dunklere Haut kann kühl sein.

Porträt einer Frau mit den typischen Merkmalen des Sommertyps: kühler, milchiger Hautunterton, aschblondes Haar und graublaue Augen
Kühler Unterton, aschiges Haar, sanfte Augen und wenig Kontrast – so sieht der Sommertyp typischerweise aus. Illustration, mit KI erstellt.

Sommer oder Winter, Sommer oder Herbst? Die zwei häufigsten Verwechslungen

Sommer vs. Winter: Beide sind kühl – der Winter ist aber dunkel, klar und kontrastreich. Halte dir Reinschwarz und Reinweiß ans ungeschminkte Gesicht: Der Wintertyp strahlt darin, der Sommertyp wirkt müde und hart. Wenn du dich in Grafit und Off-White wohler fühlst als in Schwarz-Weiß, spricht das für Sommer.

Sommer vs. Herbst: Diese Verwechslung trifft vor allem den Softer Sommertyp, weil auch der Herbst gedämpfte Farben trägt. Der Unterschied ist die Temperatur: Halte dir Camel oder Rostrot ans Gesicht. Der Herbsttyp leuchtet, der Sommertyp wird gelblich und fahl. Der Sommer bleibt in jeder Ausprägung kühl.

Drei Selbsttests: Bin ich ein Sommertyp?

  1. Silber-Gold-Test: Lege bei Tageslicht ein silbernes und ein goldenes Schmuckstück nacheinander an dein Gesicht oder Handgelenk. Wirkt die Haut mit Silber frischer und ebenmäßiger, bist du kühl. Beim Sommertyp ist dieser Test recht verlässlich – auch Roségold steht ihm oft.
  2. Adern-Test: Betrachte die Innenseite deines Handgelenks bei Tageslicht. Bläulich-violette Adern deuten auf kühl, grünliche auf warm. Achtung: Dieser Test ist nur ein Indiz – bei olivfarbener oder sehr heller Haut täuscht er häufig.
  3. Drapier-Test: Halte dir ohne Make-up eine kühle, gedämpfte Farbe (Taubengrau, Altrosa) und eine warme, klare Farbe (Orange, Goldgelb) ans Gesicht. Beobachte, ob die Haut klarer wird oder ob Schatten, Rötungen und ein Gelbstich auftauchen. Bei Sommertypen gewinnt die kühle Farbe deutlich.

Noch unsicher, welche Jahreszeit du bist? Die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier: Welcher Farbtyp bin ich? Farbtyp bestimmen →

Welche Farben stehen dem Sommertyp? Die Sommertyp Farbpalette

Dem Sommertyp stehen kühle, gedämpfte Farben von hell bis mitteltief: Soft Navy, Taubengrau, Grafit und Cool Taupe als Basis, Altrosa, Mauve, Himbeere, Bordeaux, Petrol und Slate Blue als Akzente, dazu Pastelle wie Eisblau, Lavendel, Periwinkle, Puderrosa und Mint. Alle Sommertyp Farben wirken, als hätte man sie mit einem Hauch Grau gewaschen – nie grell, nie warm.

Die folgende Tabelle ist die Palette des Sommertyps als Ganzes. Wie sich die drei Untertypen darin unterscheiden – der Light Summer heller, der Cool Summer klarer, der Soft Summer gedämpfter – erkläre ich weiter unten und ausführlich in den jeweiligen Artikeln.

FarbgruppeSommertyp FarbenCharakterEinsatz
Basis / NeutraleSoft Navy (weiches Marineblau), Taubengrau, Grafit, Anthrazit, Cool Taupe, kühles Beige, Off-White, Ecrukühl, hell bis dunkel, gedämpftMäntel, Blazer, Hosen, Basics – ersetzen Schwarz und Reinweiß
AkzentfarbenAltrosa (Dusty Rose), Mauve, Himbeere, Kirsch- und Bordeauxrot mit Blaustich, Petrol, Slate Blue, Wedgwood-Blau, kühles Beere, Soft Plumkühl, mittel, gedämpft bis klarBlusen, Pullover, Kleider, Schals – alles in Gesichtsnähe
PastelleEisblau (Powder Blue), Periwinkle, Lavendel, Flieder, Puderrosa (Baby Pink), Mint, Seafoamkühl, hell, weichOberteile, Sommerkleider, Tücher – besonders stark am Gesicht
Dunkle TöneSoft Navy, Grafit, Bordeaux, gedämpftes Pflaumenlilakühl, dunkel, nie „hart“Abendmode, Winter-Basics, Schuhe und Taschen
MetalleSilber, Weißgold, Platin; Roségold funktioniert oft; Perlen mit rosé oder bläulichem Schimmerkühl, matt oder gebürstetSchmuck, Brillenfassungen, Uhren, Gürtelschnallen
Sommertyp Farben im Überblick – die Palette der ganzen Jahreszeit.

Weiß und Schwarz beim Sommertyp: Reinweiß ist für die meisten Sommertypen zu hart und grell – Off-White, Ecru, Wollweiß und Creme schmeicheln deutlich mehr. Reinschwarz direkt am Gesicht betont Schatten und Müdigkeit; die eleganteren Alternativen sind Soft Navy, Grafit, Anthrazit und Cool Taupe. Als Hose, Rock oder Schuh ist Schwarz dagegen kein Problem.

Muster und Materialien: Zur pudrigen Palette passen weiche, „verwaschene“ Muster – Aquarellblumen, verwischte Streifen, Ton-in-Ton-Karos, klassischer Hahnentritt in Grau. Harte, grafische, hochkontrastige Muster (Schwarz-Weiß-Blockstreifen, Neon-Prints) übertönen die sanfte Ausstrahlung. Bei den Stoffen gewinnen matte, fließende und weiche Qualitäten: Seide, Satin, feiner Kaschmir, leichte Merinowolle.

Welche drei Untertypen hat der Sommertyp?

Das moderne 12-Farbtypen-System teilt den Sommer in drei Untertypen: den Hellen Sommertyp (Light Summer), den Kühlen Sommertyp (Cool Summer) und den Softer Sommertyp (Soft Summer). Alle drei sind kühl und gedämpft – sie unterscheiden sich darin, welche der drei Dimensionen am stärksten ausgeprägt ist: Helligkeit, Kühle oder Dämpfung.

Heller Sommertyp (Light Summer) – die hellste Ausprägung

Beim Light Summer dominiert die Helligkeit. Er hat die hellsten Haar- und Augenfarben innerhalb der Sommerfamilie und greift Einflüsse aus der Frühlingspalette auf – Pastelle, Puderrosa, Himmelblau und helles Silber setzen ihn perfekt in Szene.

Alle Details: Heller Sommertyp (Light Summer) – Farben, Merkmale und Styling →

Kühler Sommertyp (Cool Summer) – die kühlste Ausprägung

Der Cool Summer, oft auch True Summer genannt, ist die Quintessenz der Sommerpalette. Als Schwesterntyp des Winters verträgt er etwas mehr Kontrast und Klarheit: ausgeprägt kühle, silbrige Töne, Königsblau, Fuchsia und Himbeerrot schmeicheln ihm besonders.

Alle Details: Kühler Sommertyp (Cool Summer) – Farbpalette und Make-up →

Softer Sommertyp (Soft Summer) – die gedämpfteste Ausprägung

Beim Soft Summer dominiert die Dämpfung. Haut, Haar und Augen verschmelzen zu einem harmonischen, graubeigen Gesamtbild; die Palette grenzt an den Softer Herbsttyp, bleibt aber kühl. Entsättigte Töne wie Taupe, Salbeigrün und gedeckte Beeren stehen ihm am besten.

Drei Frauen zeigen die Unterschiede der drei Sommertyp-Untertypen: Heller Sommertyp in Pastell, Kühler Sommertyp in Silber und Violett, Softer Sommertyp in entsättigten Tönen
Light, Cool und Soft Summer nebeneinander: gleiche kühle Basis, unterschiedliche Helligkeit und Sättigung. Illustration, mit KI erstellt.

Alle Details: Softer Sommertyp (Soft Summer) – Merkmale und Styling-Tipps →

Du kennst deinen Untertyp schon? Fertige Einkaufslisten mit Kosmetik in drei Preisklassen findest du in meinen Lookbooks: Kühler Sommer, Softer Sommer und Heller Sommer.

Vorher-Nachher: Agnieszka, Soft Summer — Ergebnis der Farbberatung online

Du schwankst zwischen Light, Cool und Soft Summer?

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Welches Make-up passt zum Sommertyp?

Das Make-up für den Sommertyp folgt einem Prinzip: kühl, gedämpft und weich verblendet. Foundation mit rosigem oder neutral-kühlem Unterton, Rouge in Altrosa oder Himbeere, Lidschatten in Taupe, Taubengrau oder Lavendel, Lippen in Beere, Mauve oder kühlem Rot – und statt orangem Bronzer ein kühles Taupe. Warme Pfirsich- und Goldtöne lassen den Teint gelblich wirken.

Der häufigste Fehler, den ich in Beratungen sehe: eine gelbstichige Foundation und ein orangefarbener Bronzer, gekauft, weil sie „gesund“ aussehen sollen. Am kühlen Sommerteint bewirken sie das Gegenteil – die Haut wirkt fahl und die Konturen verschwimmen. Die zweite Falle ist harter schwarzer Eyeliner: Er wirkt am weichen Sommergesicht schnell hart und lässt die Augen kleiner erscheinen.

ProduktDas passt zum SommertypBesser meiden
Foundation / Concealerrosiger oder neutral-kühler Unterton, leicht und transparent; bei olivgrauer Haut eine braun-graue Nuancegelb- oder goldstichige Töne, stark deckende warme Foundations
Bronzer / Konturkühles Taupe, aschiges Hellbraunoranger oder goldener Bronzer
RougeAltrosa, gedämpfte Himbeere, kühles Mauve, PuderrosaPfirsich, Koralle, Terrakotta
LidschattenTaupe, Taubengrau, Lavendel, gedämpftes oder eisiges Blau, kühles PastellgrünGold, Bronze, warmes Braun, Kupfer
Eyeliner / Kajal / MascaraGrau, Grafit, Marineblau, kühles Dunkelbraun; Mascara in Grau, Blau oder kühlem Schwarzhartes tiefschwarzes Kajal am unteren Lidrand
LippenBeere, Himbeere, Mauve, Altrosa, kühles Pink; abends ein blaustichiges RotOrange-, Koralle- und Ziegelrot, warme Nudes mit Gelbstich
Highlighterkühl, silbrig oder rosé schimmerndgoldener Schimmer
Sommertyp Make-up: die kühle, gedämpfte Linie in jeder Kategorie.

Beispiele, die die Richtung zeigen (Stand 2026): Im Drogeriesegment funktionieren kühle Rosé- und Mauve-Nuancen der Rouge-Linien von Catrice, essence und Manhattan; im High-End-Bereich sind MAC „Blushbaby“ und NARS „Dolce Vita“ Klassiker für kühle Typen. Bei Lippenstiften: Maybelline „Color Sensational“ in kühlen Beerentönen, L’Oréal „Color Riche“ in Mauve, MAC „Mehr“ als blau-pinkes Alltagsrot. Farbnamen und Sortimente ändern sich – entscheidend ist immer der kühle Unterton der Nuance, nicht die Marke.

Beauty-Nahaufnahme von drei Frauen mit kühlem, weich verblendetem Make-up für den Farbtyp Sommer ohne harte Konturen
Weiche Übergänge statt harter Konturen: So bleibt das Make-up des Sommertyps harmonisch. Illustration, mit KI erstellt.

Wie sich die Nuancen je nach Untertyp verschieben – der Light Summer heller und pastelliger, der Cool Summer klarer mit Fuchsia und Himbeerrot, der Soft Summer rauchiger in Taupe und Altrosa – findest du in den drei Untertyp-Artikeln oben und in den Lookbooks mit konkreten Produkten in drei Preisklassen.

Wie baue ich eine Garderobe für den Sommertyp auf? Basisgarderobe und Outfits

Eine Basisgarderobe für den Farbtyp Sommer besteht aus etwa 30 bis 50 Teilen in einer kohärenten kühlen Palette. Bewährt hat sich die 60/30/10-Regel: 60 Prozent Neutrale wie Soft Navy, Taubengrau oder Cool Taupe, 30 Prozent kühle Mitteltöne wie Slate Blue oder Altrosa, 10 Prozent Akzente wie Beere, Petrol oder Lavendel – meist über Schals, Schmuck und Taschen.

Der wichtigste Grundsatz lautet: Die besten Farben gehören ans Gesicht. Oberteile, Blusen, Blazer, Schals und Mäntel tragen die hellen, kühlen Töne; Hosen, Röcke, Schuhe und Taschen dürfen dunkler oder neutraler sein – hier stört sogar Schwarz nicht. Investiere die höchste Stoffqualität in die 60-Prozent-Neutralen, denn sie nehmen die größte Fläche ein und werden am häufigsten getragen.

Frau in aschgrauem Kaschmirpullover und navyfarbener Hose als Beispiel für die Basisgarderobe des Sommertyps
Taubengrau und Soft Navy in Kaschmir: eine typische Basis-Kombination für den Sommertyp. Illustration, mit KI erstellt.

Sommertyp Outfits nach Anlass

  • Büro: Blazer in Soft Navy, eisblaue Bluse, hellgraue Stoffhose, Silberschmuck – ruhig, klar, kompetent.
  • Freizeit: Pullover in Altrosa oder Lavendel, kühle Graujeans, Schal in Periwinkle, weiße Sneaker in Off-White.
  • Abend: Kleid in kühlem Beere oder Bordeaux mit Silber oder Platin; alternativ Lavendel mit Soft Navy statt dem klassischen Schwarz.
  • Sommersaison: helle Pastelle – Eisblau, Mint, Puderrosa – in Leinen, Seide oder Viskose.
  • Wintersaison: Soft Navy, Grafit, Bordeaux und kühle Grautöne – immer mit einem hellen Ton am Hals: Schal, Rollkragen oder Bluse in Off-White oder Puderrosa.

Typische Fehlkäufe des Sommertyps

  • Reinweiße Hemden und Blusen – zu hart; Off-White oder Ecru wirken frischer.
  • Schwarze Basics in Gesichtsnähe – Rollkragen, Blazer, Blusen – statt Soft Navy oder Grafit.
  • Warme Erdtöne, die im Laden „neutral“ aussehen: Camel, Cognac, Oliv, Rost, Karamell.
  • Kräftige, klare Knallfarben und Neon, die die gedämpfte Ausstrahlung überfordern.
  • Gelbgold-Schmuck – am kühlen Teint wirkt Silber, Weißgold oder Platin deutlich edler.
Drei Frauen in abgestimmten Outfits zeigen die Garderobenfarben des Hellen, Kühlen und Soften Sommertyps
Dieselbe kühle Palette, drei Ausprägungen: heller, klarer oder gedämpfter – je nach Untertyp. Illustration, mit KI erstellt.
Vorher-Nachher: Hania, Soft Summer — Ergebnis des kompletten Umstyling-Pakets

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Welche Haarfarbe und Brille passen zum Sommertyp?

Zum Sommertyp passen aschige Haarfarben: Aschblond, Platinblond, Dunkelblond, Aschbraun und kühles Mittel- bis Dunkelbraun – auch natürliches Silbergrau steht ihm ausgezeichnet. Bei der Brille harmonieren Silber, Platin, transparente Fassungen sowie kühle Pastell-, Blau- und Grautöne. Warmes Goldblond, Kupfer und braune Hornbrillen ziehen dagegen Wärme in ein kühles Gesicht.

Haarfarbe: Wer färbt, bleibt am besten in der aschigen Familie – Aschblond, Aschbraun, Platin. Rot funktioniert nur mit Blaustich: Bordeaux, Kirsch, Violett. Warme Töne wie Honigblond, Karamell, Kupfer oder Mahagoni lassen den Teint gelblich wirken und den Sommertyp älter aussehen. Ein Silbershampoo neutralisiert ungewollte warme Reflexe, die beim Aufhellen entstehen. Mehr dazu: Welche Haarfarbe passt zu mir? →

Brille: Feine, filigrane Fassungen in Silber, Platin oder Weißgold, transparente Rahmen und gedämpfte Farben – Grau, Taubenblau, Altrosa, Bordeaux – unterstreichen den weichen Teint. Schwere schwarze Fassungen und warme braune Hornbrillen wirken zu hart und zu warm. Welche Form zu deinem Gesicht passt, entscheidet die Gesichtsform: Gesichtsform bestimmen →

Sommertyp vorher nachher: Was die richtigen Farben sichtbar verändern

Beim Farbtyp Sommer ist der Vorher-Nachher-Effekt oft besonders deutlich, weil viele jahrelang Schwarz, Reinweiß oder warme „neutrale“ Töne getragen haben. Sobald diese durch Soft Navy, Grafit, Altrosa oder Lavendel ersetzt werden, wirkt die Haut ebenmäßiger, Augenringe und Rötungen treten zurück und die Augenfarbe kommt stärker heraus – ohne mehr Make-up.

Dass das kein Einbildungseffekt ist, zeigen dermatologische Studien: Die Gleichmäßigkeit der Hautfarbe korreliert messbar mit wahrgenommener Attraktivität, Gesundheit und Jugend (Matts, Fink, Grammer & Burquest, Journal of the American Academy of Dermatology 2007). Farben, die den Teint ausgleichen, arbeiten genau an diesem Eindruck – und Farben, die ihn fleckig oder gelblich erscheinen lassen, gegen ihn.

Sommertyp vorher nachher: Agnieszka, Soft Summer, vor und nach der Farbberatung
Vorher-Nachher aus meiner Farbberatung: Agnieszka, Softer Sommertyp – links in warmen und harten Tönen, rechts in ihrer kühlen, gedämpften Palette.

Mehrere meiner Kundinnen sind Sommertypen – ihre kompletten Umstylings mit allen Looks findest du hier: Hanias Umstyling (Soft Summer, Ü40), Agnieszkas Umstyling (Soft Summer, V-Figur), Agnieszkas Umstyling (Soft Summer, H-Figur) und Klaudias Umstyling (Soft Summer, längliches Gesicht).

Welche Farben stehen dem Sommertyp nicht? No-Go-Farben und Grenzfälle

Dem Sommertyp stehen alle warmen und alle harten Farben nicht: Orange, Rostrot, Ocker, Senfgelb, warmes Gelb, Feuerrot mit Gelbstich, Camel, Karamell, Schokobraun, Gold, Neonfarben – und Reinweiß sowie Reinschwarz direkt am Gesicht. Warme Töne machen den kühlen Teint gelblich und fahl, harte Kontraste betonen Schatten, Müdigkeit und Fältchen.

  • Orange, Rostrot, Ocker, Senfgelb: die klassischen Herbstfarben – sie färben den Teint orange-gelblich.
  • Warmes Braun und Beige mit Gelbstich (Camel, Karamell, Cognac, Schoko): ziehen Wärme in ein kühles Gesicht und lassen es müde wirken.
  • Gold und Messing: als Schmuck oder Metallic-Stoff – zu warm, zu glänzend.
  • Reinweiß: zu grell; die Haut wirkt daneben grau. Off-White, Ecru, Creme sind die Lösung.
  • Reines Schwarz am Gesicht: betont Schatten und Augenringe – Soft Navy, Grafit, Anthrazit wirken ebenso elegant, aber weicher.
  • Neon- und Knallfarben: überfordern die gedämpfte, pudrige Ausstrahlung.

Grenzfälle – nicht dogmatisch sein: Schwarz weit weg vom Gesicht (Hose, Rock, Schuhe, Tasche) ist völlig in Ordnung, kritisch ist nur die Gesichtsnähe; eine helle Bluse oder ein Schal in Sommerfarbe löst das Problem. Ein warmes Rot als kleiner Akzent von zehn Prozent fern vom Gesicht kann funktionieren – direkt am Gesicht ist kühles Kirsch- oder Beerenrot immer die bessere Wahl. Und Sommertypen mit einem etwas wärmeren Pigmentanteil, meist Soft Summer, vertragen Petrol, kühle Brauntöne und wärmeres Grau oft besser als reines Dunkelblau.

Wie läuft eine Farbberatung für den Sommertyp ab – vor Ort oder online?

Bei einer Farbberatung für den Farbtyp Sommer vor Ort werden farbige Tücher (Draping) bei neutralem Tageslicht unter das ungeschminkte Gesicht gelegt und beobachtet, ob die Haut klarer oder fleckiger wird. Eine professionelle Online-Farbberatung arbeitet nach demselben Prinzip mit mehreren Tageslichtfotos. Ergebnis ist in beiden Fällen die Zuordnung zu einer der zwölf Jahreszeiten plus Farbpass oder Farbpalette.

Wie zuverlässig ist Online-Farbberatung? Hier gibt es zwei Positionen, und ich nenne bewusst beide. Kritiker verweisen darauf, dass Kameras und Bildschirme Farben verfälschen – automatische Ein-Foto-Tools und KI-Quizze schneiden in dokumentierten Tests tatsächlich schlecht ab, in einem Vergleich lagen sie nur bei rund 26 Prozent Treffern. Sie lesen meist nur den Oberton der Haut, nicht den Unterton. Auf der anderen Seite ist auch Draping vor Ort nicht fehlerfrei: Verschiedene Beraterinnen kommen bei derselben Person teils zu unterschiedlichen Ergebnissen. Entscheidend sind Methode und geschultes Auge, nicht das Format.

Genau deshalb arbeite ich online nicht mit einem Foto und keinem Algorithmus, sondern mit mehreren Aufnahmen bei Tageslicht nach einer festen Anleitung – ohne Make-up, ohne Filter, mit neutralem Hintergrund – und beurteile Unterton, Helligkeit und Kontrast selbst. Erst wenn alle drei Dimensionen zusammenpassen, steht der Untertyp fest. Was du am Ende bekommst, ist keine App-Antwort, sondern eine begründete Einordnung mit kompletter Palette. Farbberatung in der Nähe vs. online – was ist wirklich besser? →

Vorher-Nachher: Agnieszka, Sommertyp — Ergebnis der Farbberatung online anhand von Fotos

Bist du ein Sommertyp – und wenn ja, welcher?

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Häufige Fragen zum Farbtyp Sommer

Ist der Sommertyp warm oder kühl?

Der Sommertyp ist kühl. Trotz des Namens hat er einen blau-rosa-basierten Hautunterton, aschiges Haar und sanfte Augen. Der Name beschreibt die Farbwelt eines diesigen, pudrigen Sommertages – Lavendel, Taubengrau, Eisblau – nicht die Wärme der Sonne. Warme Farben wie Orange oder Gold stehen ihm nicht.

Welche Farben stehen dem Sommertyp am besten?

Kühle, gedämpfte Töne von hell bis mitteltief: Soft Navy, Taubengrau, Grafit und Cool Taupe als Basis, Altrosa, Mauve, Himbeere, Bordeaux, Petrol und Slate Blue als Akzente, Eisblau, Lavendel, Puderrosa und Mint als Pastelle. Silber, Weißgold und Platin statt Gelbgold. Reinweiß durch Off-White ersetzen.

Kann der Sommertyp Schwarz tragen?

Nur bedingt. Reines Schwarz direkt am Gesicht betont Schatten, Augenringe und Müdigkeit. Als Hose, Rock, Schuh oder Tasche ist Schwarz kein Problem. In Gesichtsnähe wirken Soft Navy, Grafit und Anthrazit genauso elegant, aber deutlich weicher – oder du kombinierst Schwarz mit einem hellen Sommerton am Hals.

Wie unterscheide ich Sommertyp und Wintertyp?

Beide sind kühl, aber der Winter ist dunkel, klar und kontrastreich, der Sommer hell und gedämpft. Der einfachste Test: Reinschwarz und Reinweiß ans ungeschminkte Gesicht halten. Der Wintertyp strahlt darin, der Sommertyp wirkt hart und müde und braucht stattdessen Grafit und Off-White.

Was sind die Unterschiede zwischen Light, Cool und Soft Summer?

Alle drei sind kühl und gedämpft. Beim Light Summer dominiert die Helligkeit – die pastelligste Ausprägung. Der Cool Summer ist die kühlste, klarste Form mit etwas mehr Kontrast, nah am Winter. Der Soft Summer ist die gedämpfteste Ausprägung mit weichen, entsättigten Tönen nahe dem Softer Herbsttyp.

Welches Make-up passt zum Sommertyp?

Foundation mit rosigem oder neutral-kühlem Unterton, Rouge in Altrosa, Himbeere oder Mauve, Lidschatten in Taupe, Taubengrau, Lavendel oder eisigem Blau, Eyeliner in Grau oder Marineblau statt Schwarz, Lippen in Beere, Mauve oder kühlem Rot. Warme Bronzer, Pfirsich- und Goldtöne meiden – sie lassen den Teint gelblich wirken.

Welche Haarfarbe passt zum Sommertyp?

Aschige Töne: Aschblond, Platinblond, Dunkelblond, Aschbraun, kühles Mittel- bis Dunkelbraun und natürliches Silbergrau. Rot nur mit Blaustich wie Bordeaux oder Violett. Warmes Goldblond, Honig, Karamell, Kupfer und Mahagoni meiden – sie machen den kühlen Teint fahl und lassen älter wirken.

Kann ein Sommertyp braune Augen oder Sommersprossen haben?

Ja. Die Augen können ein weiches, gedämpftes Haselnussbraun sein, und Sommersprossen erscheinen beim Sommertyp graubraun statt goldbraun. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Merkmal, sondern der kühle, sanfte Gesamteindruck aus Hautunterton, Haarfarbe, Augen und niedrigem Kontrast.

Ist eine Online-Farbberatung zuverlässig?

Automatische Ein-Foto-Tools und KI-Quizze sind es nicht – in einem dokumentierten Test lagen sie nur bei rund 26 Prozent Treffern, weil sie nur den Oberton lesen. Eine professionelle Analyse mit mehreren Tageslichtfotos nach klarer Anleitung und geschultem Auge ist dagegen belastbar. Methode und Erfahrung entscheiden, nicht das Format.

Kann sich mein Farbtyp im Laufe des Lebens ändern?

Der Unterton bleibt konstant – ein Sommertyp wird nie ein Herbsttyp. Helligkeit und Kontrast können sich aber durch graue Haare, Sonnenexposition oder gefärbtes Haar verschieben, sodass eine Frau vom Cool Summer in Richtung Soft Summer wandert. Nach starken Veränderungen lohnt sich ein zweiter Blick auf die Palette.

Quellen und weiterführende Studien

  • Jackson, C.: Color Me Beautiful, 1980 – Popularisierung der Vier-Jahreszeiten-Farbanalyse; Erweiterung zum 12-Typen-System durch Kathryn Kalisz (Sci\ART) auf Basis des Munsell-Farbsystems.
  • Matts, P. J., Fink, B., Grammer, K., Burquest, M.: Color homogeneity and visual perception of age, health, and attractiveness of female facial skin. Journal of the American Academy of Dermatology 57 (2007), 977–984.
  • Fink, B., Grammer, K., Matts, P. J.: Visible skin color distribution plays a role in the perception of age, attractiveness, and health in female faces. Evolution and Human Behavior 27 (2006), 433–442.
  • Lock-Andersen, J., Wulf, H. C., Knudstorp, N. D.: Interdependence of eye and hair colour, skin type and skin pigmentation in a Caucasian population. Acta Dermato-Venereologica 78 (1998), 214–219.
  • Hong, S., Kim, Y.: Fashion and Textiles 9 (2022), Artikel 5 – zur Wirkung typgerechter Kleidungsfarben auf die wahrgenommene Attraktivität.

Joanna Szwajkos

Joanna Szwajkos – deine persönliche Stilberaterin und Expertin für Imageberatung. Seit 7 Jahren unterstütze ich Frauen dabei, ihren authentischen Stil zu entdecken, passende Schnitte zu finden, um die eigenen Vorzüge optimal zu betonen, und durch typgerechte Kleidung echtes Selbstbewusstsein aufzubauen. Auf dem Blog „Joanna Stylistin“ teile ich mein geballtes Praxiswissen, das ich aus hunderten erfolgreichen Umstylings, tiefgehenden Kleiderschrank-Checks und gemeinsamen Einkaufsbegleitungen (Personal Shopping) gewonnen habe. Mein größtes Ziel? Dafür zu sorgen, dass du dich jeden Tag wunderschön, rundum harmonisch und zu 100 % souverän fühlst!